
Wenn ein neues Bearbeitungszentrum geliefert wird, richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die CNC-Maschine. Doch zwischen der in der Werkstatt installierten Biesse Rover B und dem ersten gefertigten Werkstück liegt ein Schritt, den man nicht zusammen mit der Anlage kauft: die Programmierung des Bearbeitungszentrums.
Diesen Aspekt unterschätzen Unternehmen häufig. Der Übergang von Standardbearbeitungen zur 3D-Modellierung erfordert andere Kompetenzen und solange diese nicht vorhanden sind, arbeitet die Maschine unter ihren Möglichkeiten.
Wir von DDX beschränken uns nicht darauf, die Software zu installieren und technischen Support zu leisten. Wir konzipieren einen CNC-Kurs, der auf der Integration zwischen EasyWOOD und der Maschine in Ihrer Werkstatt aufbaut – und zwar anhand der Werkstücke, die Sie tatsächlich produzieren.
Genau das haben wir für einen maltesischen Kunden umgesetzt, der auf Wohnaccessoires und Einrichtungselemente spezialisiert ist. Wir haben unsere Software für die Holzbearbeitung installiert, den Postprozessor konfiguriert und die Bediener vollständig remote geschult – ohne auch nur ins Flugzeug zu steigen.
In diesem Beitrag erzählen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie es gelaufen ist.
Die CNC-Fertigung des Kunden und die zu bewältigende Herausforderung
Bei dieser Installation betreute unser Fachtechniker Alan Pellegrini einen maltesischen Kunden aus der Möbelfertigung. Eine Branche, in der der Mehrwert nicht in der Wiederholbarkeit liegt, sondern darin, auf die Anforderungen der Kunden einzugehen.
Die Schwierigkeit besteht darin, gekrümmte Flächen, komplexe Geometrien und Einzelanfertigungen zu realisieren, die die Bearbeitung eines dreidimensionalen Modells voraussetzen. Und genau hier machen die Kompetenzen des Bedieners den Unterschied: bei der Verwaltung der Flächen, bei den Schruppstrategien, beim Schlichten und bei der Kontrolle kritischer Bereiche.
Die Herausforderung bestand also darin, den Kunden in die Lage zu versetzen, die von seiner Fertigung geforderten 3D-Werkstücke selbstständig und aus der Ferne zu konstruieren und zu programmieren.
Die Biesse Rover B: Vielseitigkeit und Individualisierung
Die Biesse Rover B gehört zu den am weitesten verbreiteten Bearbeitungszentren in Betrieben der Holzbearbeitung. Es handelt sich um eine vielseitige Maschine, die sowohl für das Einzelstück als auch für die Serienfertigung ausgelegt ist.
Dank ihres hohen Individualisierungsgrads stellt die Biesse Rover B einen operativen Vorteil für die Produktion dar – allerdings nur dann, wenn die steuernde Software exakt weiß, wie die Maschine aufgebaut ist. Anzahl der Achsen, geladene Werkzeuge, montierte Aggregate, Nullpunkte, Tischtyp: Das sind Variablen, die sich von Installation zu Installation unterscheiden.
Möchten Sie mehr über die Rolle des Postprozessors in der CNC-Fertigung erfahren? Wir haben genau zu diesem Thema einen Beitrag verfasst.
So laufen eine Remote-Installation und ein CNC-Kurs ab
Wenn Sie sich fragen, wie wir eine Installation und einen CNC-Kurs aus der Ferne abwickeln, lautet die Antwort schlicht: über den Rechner des Kunden. Unser Techniker Alan Pellegrini hat sich per Bildschirmfreigabe verbunden und am realen Arbeitsplatz gearbeitet, als wäre er vor Ort.
So war der Einsatz aufgebaut.
Installation und Konfiguration
Alan hat EasyWOOD per Fernverbindung auf dem Arbeitsplatz des Kunden installiert. Anschließend hat er den Postprozessor auf Basis der tatsächlich in der Werkstatt vorhandenen Biesse Rover B konfiguriert. Zum Schluss hat er überprüft, ob der erzeugte Code korrekt ist.
Vorbereitung der Arbeitsumgebung
Unser Techniker hat die realen Werkzeuge geladen, die Bearbeitungsparameter definiert und die Bibliothek vorbereitet, mit der der Kunde arbeiten wird. Dieser Schritt ist es, der die Software tatsächlich einsatzfähig macht.
Der CNC-Kurs an einem kompletten Projekt
Hier liegt das Herzstück des Einsatzes. Statt die Funktionen theoretisch zu erklären, haben wir ein Projekt von Anfang bis Ende umgesetzt: einen Sportwagen mit den Maßen von rund 400 x 280 mm und einer Stärke von 70 mm.
Dazu ist Alan von einer 3D-Datei des Fahrzeugs ausgegangen, die er in EasyWOOD importiert hat. Auf Basis des Modells hat er die Flächen erzeugt, die für die Bearbeitungen erforderlich sind.
Anschließend ging es ans Schruppen, um den Großteil des überschüssigen Materials in möglichst kurzer Zeit abzutragen. Mit mehreren Schlichtdurchgängen in unterschiedlichen Anstellwinkeln wurden Motorhaube, Seitenpartien und Heck des Modells bearbeitet und fertiggestellt.
Da einige Bereiche empfindlicher sind als andere – in unserem Fall der hintere Bereich auf Höhe der Scheinwerfer sowie die Details der Seitentüren –, hat unser Techniker gezielte Bearbeitungen ergänzt, um den geforderten Detaillierungsgrad zu erreichen.
Überprüfung und Test an der Maschine
Vor dem Produktionsstart hat Alan mit einer Simulation überprüft, ob die Werkzeugwege korrekt sind, um mögliche Kollisionen auszuschließen. Danach wurde das Projekt auf der Biesse Rover B gefertigt
Sie möchten wissen, was Sie von Ihrem Anbieter in puncto Customer Care und technischen Support erwarten dürfen?
Die Vorteile eines CNC-Kurses und einer Remote-Installation
Die Vorteile einer aus der Ferne abgewickelten Installation und eines CNC-Kurses sind vielfältig.
- Keine geografischen Barrieren: Der technische Support bleibt für italienische wie für ausländische Kunden derselbe.
- Keine Reisekosten
- Schnellere Aktivierungszeiten: Die Sitzungen lassen sich innerhalb weniger Tage terminieren.
- Nachhaltiger Kompetenzaufbau: Der CNC-Kurs wird auf mehrere Sitzungen verteilt, sodass genügend Zeit bleibt, die vermittelten Inhalte zu verinnerlichen auch anhand praktischer Übungen im Betrieb.
- Produktionskontinuität: Die Anlage steht nicht still, da sich die Sitzungen zwischen den laufenden Tätigkeiten einplanen lassen, ohne die Produktion zu blockieren.
Sprechen wir über Ihre Fertigung: Wir zeigen Ihnen, was Ihre CNC-Maschine mit dem richtigen CAD/CAM leisten kann.


